Noro Virus

Forschungen belegen reduzierte Infektiosität durch Nanosilber

Alljährlich treten in Deutschland zehntausende Fälle von Norovirus-Infektionen auf. Aktuell musste im Januar 2018 eine Quarantäne über eine Krankhausstation in Bietigheim in der Nähe von Karlsruhe verhängt werden, um das Virus in Schach zu halten.

Die Viren werden über Tröpfchen- und Schmierinfektionen bzw. über kontaminierte Lebensmittel übertragen. Sie verursachen einen intensiven Brechdurchfall der 2-3 Tage anhält. Gegenwärtig gibt für diese meldepflichtige Erkrankung kein spezifisches Therapeutikum, außer Bettruhe und erhöhter Flüssigkeitszufuhr. Nur die Einhaltung strikter Hygienemaßnahmen bietet die Möglichkeit, Epidemien einzudämmen. Doch das Repertoire dieser Hygienemaßnahmen kann wirksam unterstützt werden.

Ein Forscherteam an der Universität Valencia, Spanien hat vor kurzem eine wissenschaftliche Studie publiziert, die zeigt, dass die Infektiosität von Noroviren wirksam und dosisabhängig durch Nanosilber vermindert werden kann. Viren, die mit entsprechend behandelten Kunststoffoberflächen (PHBV) in Kontakt gebracht wurden, verloren ihre Infektiosität im Vergleich zu Viren, die auf unbehandelte Oberflächen aufgebracht wurden.

(Literatur: J.L. Castro-Mayorga et al., LWT – Food Science and Technology, 2017). Die damit gezeigte Wirkung von Nanosilber gegen Noroviren bestätigt erneut die praktische Relevanz von permanenten Materialfunktionalisierungen im Einsatz gegen schädliche Bakterien, Pilze und Viren.

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